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Die Geschichte des Gartens

Im weitesten Sinne entstanden Gärten schon in der Jungsteinzeit.

Die Menschen waren sesshaft geworden und bauten sich ein eigenes Refugium auf. Sesshaft zu sein bedeutete

aber auch sich Ressourcen zu schaffen um das Überleben zu sichern.

Zum Schutz gegen Wetter und Wildfraß begann man um kleine Parzellen Schutzzäune

und Mauern zu bauen und baute Wildgetreide und Feldfrüchte an,

vorzugsweise in der Nähe einer Wasserquelle.

Der Mensch begann die Natur zu beherrschen und sie sich zu Nutze zu machen.

Es wurde begonnen gezielt zu pflanzen. 

Erst als die Grundversorgung der Menschen gesichert war ging man dazu über Ziergärten anzulegen.

Alle antiken Hochkulturen haben schon sehr früh begonnen Gärten anzulegen,

vor allem zur Verehrung der Götter aber auch, genauso wie heute, als Orte der Ruhe und Erholung.

Im alten Ägypten entstanden die ersten eingefriedeten Gärten auf dem fruchtbaren Boden entlang des Nils.

Der eigentliche Ursprung des Ziergartens war vor ca.2500 Jahren in Persien,

als der persische König Kyros in jedem seiner Paläste prunkvolle Gärten anlegen ließ.

Von Mauern geschützt entstanden prachtvolle Refugien mit plätschernden Brunnen,

schattenspendenden Bäumen und Beete mit bunten Blumen.

Die alten Griechen erschufen die ersten „Lustgärten“.

Unter schattenspendenden angelegten Baumreihen wurde debattiert, philosophiert und „gelustwandelt“.

Auch die Römer legten ihre ersten Gärten an, anfangs besonders mit Kräutern

und Heilpflanzen die dem warmen Klima trotzten.

Später beschnitten sie Bäume und Sträucher, schufen Laubengänge und versteckte Sitzplätze im Grünen.

Brunnen, Vogeltränken und vor allem Götterskulpturen waren allgegenwärtig.

Doch nur die reichen Römer konnten sich diesen Luxus leisten.

In den japanischen Gärten sollte schon immer die Harmonie von Körper und Seele im Einklang

mit der Natur zum Ausdruck gebracht werden.

Es wird bei der Planung auf jedes Detail geachtet. Die Gärten sind von Symbolen geprägt.

Zum Beispiel symbolisiert Moos das Alter, Bäume das Leben, Wasser das Meer.

Jede Epoche, ja fast jedes Land hat seine eigene Gartenkultur

und eine individuelle Gestaltung seiner Gärten entwickelt.

In Europa waren im Mittelalter vor allem die Klostergärten bekannt,

sie wurden gerne als Ort der Besinnung und Harmonie genutzt,

die Bevölkerung legte nach wie vor reine Nutzgärten an.

In der Renaissance definierten besonders französische Adelshäuser Ihr Ansehen auch mit der pompösen Ausstattung ihrer Außenanlagen.

Nutzpflanzen verschwanden fast vollständig.

Der Garten von Versailles ist wohl das beste Beispiel.

Raffinierte Blumenrabatten wurden angelegt, Wasserspiele, Treppen und großzügige Beete in geometrischen Formen prägten das Gartenbild.

Mit Beginn der Industrialisierung setzte man besonders in England auf den Landschaftsgarten.

Der Garten sollte das natürliche Landschaftsbild wiederspiegeln,

Blühpflanzen fanden sich kaum noch. Großzügige Rasenflächen,

wie natürlich angelegte Teiche und Wasserläufe entstanden,

ohne große Hecken und Zäune. Besonders bei den freistehenden Villen auf dem Land,

entstand so ein fließender Übergang zur umgebenden Landschaft.

Haus und Garten sollten sich in die Landschaft einfügen, geometrische Formen verschwanden fast völlig.

In Deutschland hielten Anfang des 19. Jahrhunderts die Schrebergärten ihren Einzug. Der Orthopäde Moritz Schreber

regte an kleine Gärten für die Menschen aus der Stadt zu schaffen.

Die Kinder sollten sich im Freien bewegen,

die Eltern der Enge der Großstadt entfliehen können. Eine Form der Freiheit, sorgsam umzäunt.

Nach dem zweiten Weltkrieg waren Nahrungsmittel knapp und der Hunger groß.

So hat mancher Schrebergarten hat mit seinen Erträgen seinen Besitzern das Leben gerettet.

In Deutschland gibt es 15 000 derzeit Schrebergartenvereine.

Der Trend zum „eigenen Stück Grün“ ist nach wie vor ungebrochen.

Der Garten dient heutzutage aber mehr der Erholung und der Entspannung. Man möchte dem Stress des Alltags entfliehen,

Nutzflächen für Obst und Gemüse wurden im Laufe in den letzten Jahren immer kleiner, oder waren gar nicht vorhanden.

Doch auch ein anderer Trend macht sich langsam bemerkbar.

In den Städten nimmt Urban Gardening immer mehr Stellenwert ein. Der kleine „Nutzgarten“ auf dem Balkon oder dem Dach.

Es gilt, Garten ist unsere Wohnung im Freien. Grillen oder sogar kochen im Freien sind in. Entspannen auf großzügigen Gartengarnituren,

die oft kaum mehr von den gängigen Wohnzimmergarnituren zu unterscheiden sind.

Der Grundgedanke ist bei allen Gartenliebhabern gleich.

Unser Garten soll unser eigenes kleines Reich sein in dem wir dem Stress des Alltags entfliehen und die Seele baumeln lassen können.

Die Anforderungen an den Garten wechseln ständig, je nach Bedarf und Lebenssituation.

Mit dem Garten wollen wir das Grün in greifbarer Nähe haben und eine Harmonie zwischen Mensch und Natur schaffen.