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Wohnen von damals bis heute

Wohnen von damals bis heute

Bis ins 13.Jahrhundert war das Zentrum des Hauses eine offene, mit Lehm ummauerte Feuerstelle als einzige Heizmöglichkeit, einen Kachelofen konnten sich nur reiche Bürger leisten.

Im Mittelalter lebte man in ortsgebundenen Großfamilien.

Alle Hausbewohner lebten und arbeiteten meist in einem Raum.

In den Städten waren Geschäft oder Werkstatt im Haus, auf dem Land lebten die Bauern mit dem Vieh unter einem Dach – eine permanente Gemeinschaft von Mensch und Tier.

Wohnen im heutigen Sinne lag noch in weiter Ferne.

Einfache Dinge wie Heizen und Hygiene waren nicht so selbstverständlich wie heute.

Die Latrine befand sich im Hof, zur Körperhygiene besuchte man Badehäuser.

Die Möblierung war spärlich. Truhen als Stauraum, Regale an den Wänden, ein Tisch und Bänke, meist entlang der Hausmauern. Sie dienten gleichzeitig als Schlafstatt.

Fenster mit buntem Bleiglas konnten konnte sich nur die reiche Bevölkerung leisten.

Bis ins 18. Jahrhundert war das „Ganze Haus“ eine Lebenseinheit.

Wohnen, leben und arbeiten in einem Haus, zusammen mit Knechten, Mägden und Dienstboten als zeitlich begrenzte Mitbewohner war die Regel. Oft lebten verwandte Familien mit im Haus.

Auch später, als größere Häuser mit mehreren Räumen gebaut wurden, gab es keinen Flur, nur Durchgangszimmer. In diesem nahen Zusammenleben war kein Platz für Privatsphäre.

Im 16. Jahrhundert veränderten sich die Wohnverhältnisse erst bei der bürgerlichen Oberschicht und wurde erst im 20. Jahrhundert von allen Bevölkerungsschichten übernommen.

Der Grund dafür ist, dass sich das wirtschaftliche Handeln steigerte.

Es wurde mehr produziert, Arbeit spezialisierte sich, es entwickelten sich neue Technologien, Manufakturen entstanden.

Arbeitsstätten wurden ausgelagert, eigene Geschäftssparten entstanden. Zum Beispiel musste Fleisch nicht mehr mühsam in der Küche verarbeitet werden, man ging zu Fleischer.

Lohnarbeit entwickelte sich, die Arbeiten rund ums Haus wurden von Lohnarbeitern übernommen.

So verringerte sich das Hauspersonal, die Räume im Haus waren jetzt nur zum Wohnen da.

Besonders die bürgerliche Oberschicht trennte nun das Leben der Herrschaft auch räumlich vom Leben des Dienstpersonals. Der Kontakt beschränkte sich aufs Nötigste, Dienstboten wurden nur gerufen, wenn sie benötigt wurden.

Die Familie rückte in den Mittelpunkt. Es gab jetzt Flure, Wohn-, und Schlafräume waren getrennt- ein Wohnen mit Privatsphäre wurde geschaffen, je nach finanziellen Möglichkeiten.

Heute sind wir mobil und flexibel, privat als auch beruflich. Großfamilien gibt es kaum noch.

Ob als Familie, Wohngemeinschaft oder als Single, Modernes Wohnen ist individuell und vielfältig, im Eigenheim oder zur Miete.

Jeder bestimmt seine Art des Wohnens selbst. Jeder hat seinen eigenen Wohnstil vom modernen Industrial-Style bis zum Landhaus-Stil, unsere Möglichkeiten des Wohnens sind heute fast unbegrenzt.

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